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Was braucht eine Handwerker-Website, damit sie Aufträge bringt?

Eine Handwerker-Website braucht keine 20 Unterseiten und kein Imagevideo – sie braucht sieben Dinge: klar benannte Leistungen, ein sichtbares Einzugsgebiet, echte Fotos aus dem Betrieb, Bewertungen als Vertrauensbeweis, einen Kontaktweg in maximal zwei Klicks, eine Ladezeit unter zwei Sekunden auf dem Handy und die Verknüpfung mit deinem Google Business Profile. Der Grund ist einfach: Wer „Dachdecker Minden“ oder „Elektriker Notdienst Lübbecke“ googelt, hat ein konkretes Problem und entscheidet in Sekunden, wen er anruft. Deine Website muss in diesen Sekunden drei Fragen beantworten – macht der das, was ich brauche? Arbeitet der in meinem Ort? Wirkt der vertrauenswürdig? Jeder der sieben Bausteine in diesem Guide zahlt auf eine dieser drei Fragen ein. Alles andere ist Deko.

Von Simon Schwengler, Webdesigner aus Lübbecke · Stand: Juli 2026

Baustein 1: Jede Leistung bekommt ihren eigenen Platz

„Wir bieten alle Arbeiten rund ums Haus“ ist der häufigste Fehler auf Handwerker-Websites. Google kann damit nichts anfangen – und deine Kunden auch nicht. Wer eine Wallbox installiert haben will, sucht „Wallbox Installation“ und klickt auf die Seite, die genau das anbietet. Deshalb: jede Kernleistung als eigene Sektion oder Unterseite, mit den Worten benannt, die deine Kunden wirklich eintippen – „Badsanierung“, „Photovoltaik“, „Smart Home“, „Notdienst“. Drei bis sechs klar benannte Leistungen schlagen jede Auflistung von dreißig Stichpunkten.

Baustein 2: Dein Einzugsgebiet steht sichtbar auf der Seite

Handwerk ist lokal – deine Website muss es auch sein. Nenne deinen Standort und die Orte, in denen du wirklich arbeitest, im Klartext auf der Seite: „Elektroinstallation in Lübbecke, Espelkamp und dem gesamten Kreis Minden-Lübbecke.“ Das hilft doppelt: Google versteht, für welche lokalen Suchanfragen deine Seite relevant ist, und Kunden sehen sofort, dass du nicht zwei Autostunden entfernt sitzt. Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten gehören zusätzlich in den Footer jeder Seite – identisch geschrieben wie in deinem Google Business Profile. Wie lokale Sichtbarkeit insgesamt funktioniert, steht im Guide Lokales SEO für kleine Unternehmen.

Baustein 3: Echte Fotos statt Stock-Lächeln

Das Foto vom lächelnden Modell mit Bauhelm erkennt jeder – und es sagt: Hier wollte jemand keine Mühe investieren. Drei brauchbare Handyfotos von einer echten Baustelle, deinem Team oder deinem Firmenwagen schlagen jedes Stockfoto, weil sie das zeigen, was Kunden sehen wollen: dass es dich wirklich gibt. Dazu gehören auch Referenzen – ein Vorher/Nachher einer Badsanierung überzeugt mehr als jeder Werbetext. Wenn du Meisterbrief, Innungsmitgliedschaft oder Zertifikate hast: zeigen, nicht verstecken.

Baustein 4: Bewertungen sichtbar machen

Bevor jemand einen Handwerker anruft, liest er Bewertungen – fast immer bei Google. Deine Website sollte deine Google-Bewertungen deshalb zeigen (mit Link auf das Profil, damit sie nachprüfbar sind) und zufriedene Kunden aktiv um eine Bewertung bitten. Der einfachste Weg: nach jedem abgeschlossenen Auftrag den Bewertungslink per WhatsApp oder E-Mail schicken. Vier Bewertungen wirken wie ein Zufallstreffer, ab etwa 15 entsteht Vertrauen – und im lokalen Google-Ranking sind Anzahl und Frische der Bewertungen einer der stärksten Hebel überhaupt.

Baustein 5: Kontakt in maximal zwei Klicks

Der häufigste Weg vom Problem zum Auftrag ist auf dem Handy: suchen, Seite öffnen, anrufen. Also muss deine Telefonnummer als antippbarer Anruf-Button ganz oben stehen – nicht als Text im Impressum. Dazu ein kurzes Formular (Name, Telefon, „Worum geht's?“) für alle, die abends um zehn schreiben statt anrufen, und auf Wunsch ein WhatsApp-Button, weil viele Kunden ohnehin dort landen wollen. Alles, was mehr als zwei Klicks kostet oder mehr als vier Formularfelder verlangt, kostet dich Anfragen.

Baustein 6: Notdienst? Dann prominent.

Wenn dein Betrieb Notdienst anbietet, ist das online dein wertvollstes Angebot: „Rohrbruch“ und „Stromausfall“ werden nachts und am Wochenende gesucht, von Menschen, die sofort anrufen. Ein gut sichtbarer Notdienst-Bereich mit eigener Nummer und ehrlichen Erreichbarkeitszeiten gehört dann auf jede Seite – und die Notdienst-Leistung als eigene, auffindbare Sektion (Baustein 1) dazu. Kein Notdienst? Dann lass ihn weg. Nichts zerstört Vertrauen schneller als eine Notfallnummer, die nachts niemand abnimmt.

Baustein 7: Ladezeit – dein unsichtbarer Verkäufer

Deine Kunden suchen dich unterwegs: auf der Baustelle, im Treppenhaus, im Funkloch zwischen zwei Dörfern. Eine Seite, die dort fünf Sekunden lädt, wird weggeklickt, bevor sie etwas sagen konnte – und Google wertet genau diese Ladezeiten (Core Web Vitals) fürs Ranking aus. Technisch heißt das: moderne, schlanke Entwicklung statt Baukasten- oder Plugin-Ballast. Die Websites, die ich baue, laden in unter einer Sekunde und erreichen Lighthouse-Werte über 95 von 100 – das ist kein Luxus, sondern der Standard, den eine Website braucht, die Aufträge bringen soll.

Was eine Handwerker-Website nicht braucht

  • Einen Blog, den nach drei Artikeln niemand mehr pflegt. Ein veralteter Blog wirkt schlechter als gar keiner.
  • 20 Unterseiten. Onepager oder fünf Seiten reichen fast immer – Qualität schlägt Menge.
  • Imagevideos und Intro-Animationen. Sie kosten Ladezeit und beantworten keine der drei Kundenfragen.
  • Fachchinesisch. Deine Kunden suchen „Heizung macht Geräusche“, nicht „hydraulischer Abgleich nach Verfahren B“.

Und was kostet so eine Website?

Für die meisten Handwerksbetriebe reicht ein professioneller Onepager (bei mir: 499 € einmalig) oder eine Website mit bis zu fünf Unterseiten (999 €) – fertig in 7 Werktagen, inklusive der sieben Bausteine aus diesem Guide. Den kompletten Marktüberblick mit allen Preismodellen findest du im Guide Was kostet eine Website?

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