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Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen wirklich?

Eine Website für ein kleines Unternehmen kostet in Deutschland zwischen etwa 120 € im Jahr und mehreren zehntausend Euro – je nachdem, wer sie baut. Ein Homepage-Baukasten wie Wix oder Jimdo liegt bei 10 bis 40 € im Monat, dafür steckst du deine eigene Arbeitszeit hinein. Ein Freelancer oder ein kleines Studio berechnet für eine individuell entwickelte Website meist zwischen 500 und 3.000 € einmalig; bei Vexaro Studio kostet ein Onepager 499 €, eine mehrseitige Website 999 bis 1.299 €. Klassische Agenturen starten selten unter 3.000 € und liegen häufig im fünfstelligen Bereich. Dazu kommen bei jedem Modell laufende Kosten für Domain, Hosting und Pflege – realistisch 10 bis 80 € im Monat. Welches Modell zu dir passt, hängt weniger vom Budget ab als davon, was die Website leisten soll: Visitenkarte, Anfragen-Kanal oder Verkaufsinstrument.

Von Simon Schwengler, Webdesigner aus Lübbecke · Stand: Juli 2026

Die kurze Antwort: vier Preismodelle im Überblick

Fast jedes Angebot am Markt fällt in eines dieser vier Modelle. Die Preise sind Richtwerte aus der Praxis, keine Fantasiezahlen:

Homepage-Baukasten

10–40 € / Monat

Wix, Jimdo, IONOS & Co. – du baust selbst, zahlst dauerhaft Miete.

Freelancer / kleines Studio

500–3.000 € einmalig

Individuell entwickelt, direkter Ansprechpartner, schlanke Struktur.

Klassische Agentur

ab 3.000 €, oft fünfstellig

Team aus Projektleitung, Design und Entwicklung – für komplexe Projekte.

Onlineshop

ab ca. 2.000 € einmalig

Katalog, Checkout und Rechtstexte machen jeden Shop deutlich aufwendiger.

Warum ist die Preisspanne so riesig?

Weil „Website“ alles heißen kann – von der digitalen Visitenkarte bis zur Plattform mit Buchungssystem. Der Preis entsteht aus drei Faktoren: dem Umfang (wie viele Seiten und Funktionen), der Individualität (Template von der Stange oder eigenes Design) und der Frage, wer die Arbeit macht – du selbst, eine einzelne Fachperson oder ein ganzes Team, dessen Stundensätze du alle mitbezahlst. Ein Handwerksbetrieb mit fünf Seiten braucht kein Agentur-Team mit Projektleitung und Strategie-Workshops. Umgekehrt wird ein Konzern mit einem 499-€-Onepager nicht glücklich. Die teuerste Website ist übrigens nicht die vom teuersten Anbieter, sondern die, die keine Anfragen bringt – egal was sie gekostet hat.

Was kostet ein Homepage-Baukasten wirklich?

Auf dem Papier ist der Baukasten am günstigsten: Tarife mit eigener Domain starten je nach Anbieter bei rund 10 bis 20 € im Monat, brauchbare Business-Tarife liegen eher bei 20 bis 40 €. Über fünf Jahre gerechnet sind das 1.200 bis 2.400 € – also durchaus die Größenordnung einer individuell entwickelten Website, nur eben in Raten und ohne dass dir am Ende etwas gehört.

Die eigentliche Rechnung steht aber woanders: deine Zeit. Wer zum ersten Mal eine Baukasten-Seite baut, sitzt realistisch 20 bis 40 Stunden daran – Design zurechtziehen, Texte schreiben, Bilder suchen, Impressum, Datenschutz, Mobil-Ansicht prüfen. Rechne diese Stunden mit deinem eigenen Stundensatz, und der „günstige“ Baukasten kostet plötzlich mehr als jedes Freelancer-Angebot. Ausführlicher dazu: Baukasten oder Webdesigner – was passt zu deinem Betrieb?

Was kostet ein Webdesigner oder Freelancer?

Freie Webdesigner rechnen entweder nach Stundensatz (üblich sind 60 bis 120 €) oder – kundenfreundlicher – zum Festpreis. Für kleine Unternehmen haben sich Paketpreise durchgesetzt, weil du vorher weißt, was am Ende auf der Rechnung steht. Zur Einordnung die Festpreise bei Vexaro Studio:

  • Onepager (Starter): 499 € – eine Seite, responsiv, mit Kontaktformular. Reicht für viele Betriebe völlig.
  • Bis 5 Unterseiten (Pro): 999 € – inklusive SEO-Grundoptimierung und einem Monat Support.
  • Bis 10 Unterseiten (Premium): 1.299 € – volle SEO-Optimierung, individuelle Animationen, ein Jahr Support.

Jeweils einmalig, zzgl. MwSt. – das ist der Bereich, in dem ein seriöses Solo-Studio für kleine Unternehmen arbeitet. Angebote deutlich darunter („Website für 99 €!“) sind fast immer ein Template mit ausgetauschtem Logo oder locken in einen teuren Laufzeitvertrag.

Was kostet eine Agentur?

Klassische Agenturen kalkulieren mit Teams: Projektleitung, Konzeption, Design, Entwicklung, Qualitätssicherung. Deshalb starten seriöse Agenturprojekte selten unter 3.000 € und liegen für mittelständische Websites schnell bei 8.000 bis 25.000 €. Das ist kein Wucher, sondern schlicht der Apparat, den du mitbezahlst – und der sich für komplexe Projekte (Konzernauftritte, Portale, Mehrsprachigkeit, aufwendige Anbindungen) auch lohnt. Für einen Friseursalon, eine Physiopraxis oder einen Elektrobetrieb ist er überdimensioniert: Du bezahlst Meetings und Zwischenebenen, die dein Projekt nicht besser machen, nur teurer.

Welche laufenden Kosten kommen dazu?

Keine Website läuft komplett kostenlos weiter. Diese Posten solltest du bei jedem Anbieter einplanen:

  • Domain: ca. 10–20 € pro Jahr für eine .de-Adresse.
  • Hosting: je nach Technik 5–30 € im Monat. Bei Vexaro sind Hosting, SSL-Zertifikat und Sicherheits-Updates im Pflegepaket ab 19 €/Monat enthalten.
  • Pflege & Änderungen: entweder nach Aufwand oder als Paket – bei mir 49 €/Monat (bis 1 h Änderungen) bzw. 79 €/Monat (bis 3 h, höchste Priorität). Alle Pakete monatlich kündbar.
  • E-Mail-Postfächer: oft im Hosting enthalten, sonst 1–5 € pro Postfach und Monat.

Realistisch liegst du damit – egal ob Baukasten oder individuell – bei 10 bis 80 € im Monat für den laufenden Betrieb. Misstrauisch solltest du werden, wenn laufende Kosten gar nicht erwähnt werden: Dann stehen sie später trotzdem auf der Rechnung.

Versteckte Kosten, auf die du achten solltest

  • Mietmodelle ohne Eigentum: „Website ab 49 €/Monat“ klingt harmlos, summiert sich über Jahre auf Agenturpreise – und beim Kündigen ist die Seite weg.
  • Korrekturschleifen: Kläre vorher, wie viele Änderungsrunden im Preis stecken. Nachberechnete Korrekturen sind der Klassiker unter den Überraschungsrechnungen.
  • Texte und Bilder: Wer liefert sie? Wenn der Anbieter sie schreiben soll, muss das im Angebot stehen.
  • Wechselkosten: Bei Baukästen und Mietmodellen kannst du die Seite nicht mitnehmen – ein späterer Umzug bedeutet Neubau.
  • Rechtliches: Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Lösung müssen enthalten sein, nicht „Ihr Anwalt macht das schon“.

Was ist die richtige Wahl für deinen Betrieb?

Die ehrliche Kurzfassung: Wenn deine Website nur existieren muss und du Zeit übrig hast, reicht ein Baukasten. Wenn sie Kunden bringen soll – über Google gefunden werden, auf dem Handy überzeugen, Anfragen einsammeln – lohnt sich eine individuell entwickelte Website vom Festpreis-Anbieter: Bei 499 bis 1.299 € einmalig hat sie sich oft schon mit ein bis zwei zusätzlichen Aufträgen bezahlt gemacht. Eine Agentur brauchst du erst, wenn dein Projekt echte Komplexität mitbringt. Und egal, wofür du dich entscheidest: Festpreis vor Projektstart, laufende Kosten schriftlich, und die Domain gehört immer dir.

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